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Meine Erfahrungen mit Stenaline (Cherbourg – Roasslare 18 Stunden)

15. November 2016

Meine Erfahrungen mit Stenaline

Im Oktober 2016 bin ich mit meinem Hund Samir nach Irland ausgewandert und habe den Weg mit der Fähre von Cherbourg (Frankreich) nach Rosslare (Irland) gewählt. Wieso? Ich wollte keine ständigen Unterbrechungen der Reise haben und wählte dabei den für mich am ruhigsten Weg über Frankreich nach Irland. Im Vorfeld hatte ich mir verschiedene Fährgesellschaften angeschaut und verglichen. Stenaline war in dem Fall für mich die beste Wahl. Hier könnt ihr nachlesen, was ich im Vorfeld organisiert habe, damit mein Hund Samir auch mit an Bord durfte. In meinem Blogbeitrag stehen im Übrigen auch verschiedene Anbieter und ihre Preise. Welche Fähre ihr wählt bleibt natürlich dann Euch überlassen. Mir ist es nur wichtig einen authentischen und ehrlichen Bericht zu liefern und Euch zu zeigen, welche Erfahrungen ich mit dieser Fährgesellschaft gemacht habe.

Die Kommunikation mit Stenaline selbst lief völlig reibungslos. Ich telefonierte ein paar mal mit der Gesellschaft um Fragen für mich zu klären und um mich einige Male abzusichern, dass das Ticket gebucht wurde und ich auch an Bord kommen würde mit Samir.

Eine Stunde vor Check-in hatte ich dann eine Message auf meinem Handy, welche mich darüber informierte, von wann bis wann Ceck-in ist und zusätzlich noch die Adresse des Hafens. Lange musste ich also nicht nach dem richtigen Ort suchen und der Hafen war schnell gefunden. Über jeder Einfahrt waren große Banner mit dem Namen der Fährgesellschafte. Ich habe mich dann in die Reihe der Stenaline – Wartenden eingereiht und ca. eine halbe Stunde später war ich auch schon an Bord. Es wurden mein Reisepass sowie der Heimtierausweis kontrolliert. Die Dame am Schalter vor der Fähre gab mit das Lesegerät für den Chip und ich las Samir die Chipnummer damit ab, damit sie die Daten abgleichen konnte.

An Bord wurde dann auch gleich allen Hundebesitzern der Raum mit den Zwingern gezeigt. Ich habe nicht lange gebraucht um zu entscheiden das Samir NICHT die Nacht dort verbringen würde. Der Raum beinhaltete 6 freistehende Zwinger die gegenüber angeordnet waren. Die Tür des Raumes war einfaches Gitter und mit einem Zahlencode versperrt, den alle Hundebesitzer bekamen. Die Zwinger selbst konnte man nicht abschließen. Samir war der größte Hund von allen und machte auch am Meisten Probleme. In den Kennel bekam ich ihn ohne Gewalt anzuwenden gar nicht rein. Aus dem Grund fragte ich den Mann, der uns den Raum zeigte, ob er Samir kurz übernehmen könne. In der Zeit brachte ich meine Sachen in die Kabine und nahm Samir mit auf das oberste Deck. Da sehr wenige Passagiere um die Jahreszeit an Bord waren, störte es auch keine anderen Mitfahrenden und Samir konnte sich frei bewegen. Es dauerte jedoch eine Weile bis ich Samir überzeugen konnte sein Geschäft an Deck zu verrichten. Ich hatte ihm extra kein Futter vor Abreise gegeben, damit er keinen Stress bekommt.

An Bord lernte ich auch gleich zwei sehr nette ältere Herren kennen, die geschäftlich mit dem Auto nach Irland mussten. Sie waren ganz angetan von Samir und genossen mit mir die untergehende Sonne. Ich hatte unglaubliches Glück mit dem Wetter, denn es war strahlend blauer Himmel, die Sonne schien die komplette Zeit und bescherte uns einen wundervollen Sonnenuntergang. Gegen Abend traf ich auf drei Niederländer, die gerade auf Reisen waren und Irland als ihren nächsten Aufenthalt ausgesucht hatten. Nein sie hatten kein Gras dabei 😉 Mit ihnen verbrachte ich einige Zeit, da auch sie sehr begeistert von Samir waren. Einer der Niederländer konnte sogar sehr gut deutsch, somit war die Kommunikation fürs Erste sehr einfach.

Gegen 19 Uhr brachte ich Samir zur Rezeption mit der Bitte ihn ins Auto bringen zu dürfen. Ich konnte nicht die ganze Nacht draußen verbringen, zumal das Schiff schon sehr am Schaukeln war, da ein Sturm aufzog. Wenn man den Hund während der Fahrt im Auto lassen möchte kann man ihn zweimal besuchen gehen. Abends um 19 uhr und morgens um 7 Uhr. Wenn die Hunde im Zwinger sind, kann man sie jederzeit mit nach draußen nehmen aber nicht mit ins Schiff rein! Das Personal reagierte erst sehr ungehalten, als ich an der Rezeption mit Samir stand, zeigte aber sofort Einsicht als ich ihnen die Situation schilderte. Samir kommt absolut nicht mit engen Käfigen und Räumen klar. Schlimmer waren jedoch die vielen kleinen Hunde, die nur bellten.

Am nächsten Morgen um 7 Uhr konnte ich wieder zu ihm, ihn füttern und laufen lassen.

Da kaum Autos an Deck waren, hatte er viel Platz und rannte herum. Hier konnte er sich deutlich schneller erleichtern, als oben auf dem Passagierdeck. Ich nahm immer eine Flasche Wasser und eine Tüte mit, um die Reste zu beseitigen. Samir wirkte aufgeregt aber nicht gestresst von der Fahrt. Gegen 8 Uhr kamen wir in Irland an und auch die Fahrt von der Fähre an Land verlief problemlos. Wir wurden noch einmal am Hafen kontrolliert wegen der Ausweise. Dann waren wir auch schon auf der grünen Insel!

Fazit: Ich empfehle Hundebesitzern den Hund im Auto zu lassen, wenn der Hund sich schnell aufregt, viel bellt und generell schnell gestresst ist. Man tut sich und dem Tier keinen Gefallen damit. Die Kabine mit den Kenneln ist nicht beheizt und wirkt recht lieblos und kahl. Für Hunde die ihr Bett brauchen um sich wohlzufühlen nicht wirklich eine Option. Die Fahrt hat insgesamt 18 Stunden gedauert. Entspannen konnte ich mich wegen Samir nicht, aber es hielt sich definitiv im Rahmen. Ich denke ich hatte letztendlich mehr Stress als er. Sensible Hunde werden es jedoch schwerer haben als die furchtlosen. Ich empfehle am Besten auch zu einer Zeit zu reisen, wenn kaum Menschen nach Irland fahren. Oktober-Februar ist es deutlich ruhiger und so habt ihr viel mehr Ruhe euch an alles zu gewöhnen. Ich würde für einen kurzen Trip nach Irland (2 Wochen) aber nicht mehr mit der Fähre fahren, beziehungsweise den weg über England versuchen.

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1 Comment

  • Reply Mit dem Hund nach Irland – alle Informationen auf einen Blick | Join my escape! 2. Februar 2017 at 12:58

    […] Samir und mich völlig problemlos. Einen genauen Bericht über meine Reise mit Stenaline kannst Du hier […]

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